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Weinherstellung für Einsteiger: Ausrüstung & Grundprinzip

7 Min. Lesezeit · Saison: Herbst · 9. Juni 2026

Weinherstellung für Einsteiger: Ausrüstung & Grundprinzip

Wein selbst machen – der Einstieg

Selbstgemachter Wein ist einfacher als viele denken. Das Grundprinzip: Zucker wird durch Hefe zu Alkohol und CO₂ vergärt.

Die wichtigste Ausrüstung

Gärballon (10–15 Liter) – Glasballon mit engem Hals, leicht zu reinigen, geschmacksneutral. Kunststoffeimer gehen auch, sind aber anfälliger für Kratzer (Keimversteck).

Gärröhrchen – sitzt im Deckel/Stopfen, lässt CO₂ entweichen, verhindert Sauerstoffeintritt. Kostet ca. 1 €, absolut unverzichtbar.

Stopfen mit Loch – passend zum Ballonhals, für das Gärröhrchen.

Feinwaage & Thermometer – für genaue Zucker- und Temperaturmessung.

Mostwaage (Spindel) – misst den Zuckergehalt (Oechsle), damit du weißt wieviel Alkohol entstehen wird.

Schlauch zum Abfüllen – zum Umfüllen (Abstich) ohne Aufwirbeln des Bodensatzes.

Hygiene ist alles

Der häufigste Fehler beim Weinmachen: unzureichende Hygiene. Alle Geräte mit Natriumdisulfit-Lösung (Campden) desinfizieren – 2 g auf 1 Liter Wasser, kurz einwirken lassen, abspülen.

Der Ablauf in Kürze

  1. Früchte/Trauben pressen oder zerquetschen
  2. Most mit Mostwaage messen und ggf. Zucker zugeben
  3. Schwefeln (Campden-Tablette) – hemmt Wildhefen und Bakterien
  4. Weinreinzuchthefe zugeben
  5. Vergärung (1–4 Wochen) im Gärballon mit Gärröhrchen
  6. Abstich – Wein vom Bodensatz trennen
  7. Nachgärung und Klärung (Monate)
  8. Abfüllen und Reifen

Tipp: Starte mit Apfelwein (Most) oder Holunderwein – beide sind verzeihend und sehr aromatisch.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.