Walnüsse sammeln, trocknen & lagern
Ein einziger großer Walnussbaum kann 50 Kilo Nüsse und mehr abwerfen – und viele Bäume in Gärten und an Feldrändern werden gar nicht beerntet. Wer im Oktober sammelt und richtig trocknet, hat bis zur nächsten Ernte Vorrat.
Sammeln
- Zeitpunkt: September bis Oktober – die Nüsse sind reif, wenn sie von selbst fallen und die grüne Schale aufplatzt
- Nur vom Boden sammeln, nicht pflücken: Was am Baum hängt, ist noch nicht reif
- Regelmäßig ablesen: Am besten alle 1–2 Tage, bevor Feuchtigkeit, Schimmel oder Krähen zuschlagen
- Handschuhe tragen: Die grüne Fruchtschale färbt Hände tagelang braun
- Fremde Bäume: Vorher fragen – auch am Feldrand hat meist jemand die Ernterechte
Putzen & Trocknen – der entscheidende Schritt
Frisch gesammelte Walnüsse bestehen zur Hälfte aus Wasser. Ohne Trocknung schimmeln sie in wenigen Wochen von innen:
- Grüne Schalenreste sofort entfernen, stark verfärbte Nüsse aussortieren
- Kurz waschen und abtropfen lassen
- Einlagig ausbreiten: Auf Gittern, Horden oder Zeitungspapier an einem luftigen, warmen Ort (nicht über 25 °C, nicht in der prallen Sonne)
- Täglich wenden, 3–6 Wochen lang
- Fertig-Test: Die Nüsse klappern beim Schütteln, der Kern bricht glasig-knackig statt gummiartig
Lagern
- Im Netz oder Jutesack kühl, trocken und luftig: hält bis zur nächsten Ernte
- Geknackte Kerne halten nur wenige Wochen (Fett wird ranzig) – im Glas im Kühlschrank oder eingefroren deutlich länger
- Muffig riechende oder bitter schmeckende Kerne konsequent entsorgen (Schimmelgefahr)
Verwerten
Ob im Brot, als Pesto, kandiert oder als Likör angesetzt – Walnüsse veredeln die halbe Vorratsküche. Und die Schalen sind als Anzündhilfe im Ofen besser als jeder Tannenzapfen.