Zwiebeln & Knoblauch: stecken, ernten, flechten
Zwiebeln & Knoblauch: stecken, ernten, flechten
Zwiebeln und Knoblauch gehören in jeden Selbstversorger-Garten: wenig Platzbedarf, kaum Pflege, und richtig gelagert reichen sie bis weit ins nächste Frühjahr.
Zwiebeln
- Steckzwiebeln sind der einfachste Weg: März/April stecken (Spitze nach oben, knapp bedeckt), Abstand 10 cm
- Standort: Sonnig, durchlässiger Boden – Staunässe lässt sie faulen
- Gießen: Mäßig; ab Juli gar nicht mehr, damit sie ausreifen
- Erntezeichen: Das Laub knickt um und wird gelb (Juli/August). Dann bei trockenem Wetter herausziehen
- Nachtrocknen: 2 Wochen luftig und regengeschützt – erst dann sind sie lagerfähig
Knoblauch
- Steckzeit: Oktober ist ideal – der Winter bringt große Knollen (Frühjahrs-Steckung bleibt kleiner)
- Einzelne Zehen mit der Spitze nach oben 5 cm tief, Abstand 15 cm
- Sorte: Winterharte Sorten aus der Gärtnerei oder vom Wochenmarkt nehmen; Supermarkt-Knoblauch ist oft behandelt und nicht winterfest
- Ernte: Juli, wenn das untere Drittel des Laubs vergilbt
- Tipp: Blühtriebe (Scapes) früh herausdrehen – sie kosten Knollengröße und schmecken gebraten hervorragend
Lagern & verarbeiten
- Zöpfe flechten: Mit dem trockenen Laub Zwiebeln oder Knoblauch zu Zöpfen flechten und kühl, trocken und luftig aufhängen – hält bis zu 8 Monate
- Nie im Kühlschrank: Zu feucht, beide treiben aus
- Knoblauch fermentieren oder in Honig einlegen: Eingelegte Zehen sind ein haltbares Würzwunder aus dem Vorratsregal
- Zwiebeln mit dickem Hals (Schosser) zuerst verbrauchen – sie halten nicht lange