Bohnen anbauen: Busch- und Stangenbohnen für Küche & Vorrat
Bohnen – unkompliziert & ertragreich
Bohnen sind ideales Gemüse für Einsteiger: Sie keimen schnell, wachsen robust und liefern über Wochen immer neue Früchte. Als Hülsenfrüchte bereichern sie zudem den Boden mit Stickstoff.
Buschbohnen vs. Stangenbohnen
| Buschbohnen | Stangenbohnen | |
|---|---|---|
| Höhe | 30–50 cm | 2–3 m |
| Stütze | keine | Stangen/Ranknetz |
| Ertrag | einmalig, konzentriert | über Wochen verteilt |
| Aussaat | Mai–Juni | Mai |
| Ernte | ca. 50 Tage nach Aussaat | ab Juli bis Frost |
Aussaat & Pflanzung
- Nicht vor Mitte Mai – Bohnen sind sehr kälteempfindlich!
- Direkt ins Beet säen (kein Vorziehen nötig): 4–5 cm tief, 10–15 cm Abstand
- Stangenbohnen: Stangen (2–2,5 m) vor der Aussaat einschlagen
Gute Nachbarn: Karotten, Gurken, Mais, Savory (Bohnenkraut – hält Blattläuse fern!) Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Knoblauch, Fenchel
Pflege
- Kaum Düngen – Bohnen fixieren Luftstickstoff selbst
- Gleichmäßig gießen, besonders zur Blüte und beim Hülsenansatz
- Nicht über die Blätter gießen – nasse Blätter fördern Pilzkrankheiten wie die Brennfleckenkrankheit
Ernte
Regelmäßig ernten – bei Stangenbohnen jeden 2.–3. Tag – sonst werden die Hülsen zäh und die Pflanze stellt die Neubildung ein.
- Frischbohnen: wenn Hülsen prall, aber Samen noch nicht sichtbar durchdrücken
- Trockenbohnen: Hülsen ausreifen und trocknen lassen bis sie rascheln
Haltbar machen
- Einfrieren: blanchiert 2–3 Min., abschrecken, portionsweise einfrieren
- Einkochen: Bohnen sind säurearm – sicher nur im Druckeinkocher (121 °C), sonst zweimal auf 100 °C erhitzen und vor dem Verzehr aufkochen (siehe „Sicher einkochen: Botulismus vermeiden")
- Einlegen: in Essig-Kräuter-Lake als Sauerkonserve