Wintergemüse: Grünkohl & Rosenkohl
Wintergemüse: Grünkohl & Rosenkohl
Während die meisten Beete im Winter leer sind, stehen Grünkohl und Rosenkohl aufrecht im Frost – und schmecken dann sogar am besten.
Warum Frost sie besser macht
Bei Kälte wandeln beide Kohlarten Stärke in Zucker um – ein natürlicher Frostschutz. Deshalb gilt: Erst nach den ersten Frostnächten ernten, dann verschwindet die Bitterkeit und das typisch süßlich-herzhafte Aroma entsteht. Moderne Sorten sind teils schon ohne Frost mild – der alte Grundsatz schadet aber nie.
Grünkohl
- Pflanzung: Jungpflanzen im Juni/Juli setzen, 50 cm Abstand – er braucht die Zeit bis zum Winter
- Standort: Sonnig, nährstoffreich, gern mit Kompost
- Ernte: Ab November bis in den Februar – immer die unteren Blätter zuerst, das Herz wächst weiter
- Dauerlieferant: Eine Pflanze kann den ganzen Winter über mehrfach beerntet werden
Rosenkohl
- Geduldsprobe: Pflanzung im Mai/Juni, Ernte erst ab November – dafür steht er den ganzen Winter
- Standort: Schwerer, fester Boden ist ideal; lockeren Boden vor der Pflanzung antreten
- Röschen von unten nach oben ernten, sobald sie fest und walnussgroß sind
- Tipp: Anfang September die Triebspitze ausbrechen – dann werden alle Röschen gleichmäßig groß
Verwerten
- Grünkohl: Klassisch geschmort, als Ofen-Chips oder roh massiert im Salat; blanchiert lässt er sich hervorragend einfrieren
- Rosenkohl: Halbiert und im Ofen geröstet überzeugt er auch Skeptiker; kurz blanchiert einfrierbar
- Beide stehen frisch im Beet besser als jede Lagerung – ernten, wenn gekocht wird, der Garten ist der beste Vorratsschrank