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Wintergemüse: Grünkohl & Rosenkohl

2 Min. Lesezeit · Saison: Winter · 30. Juli 2026

Wintergemüse: Grünkohl & Rosenkohl

Während die meisten Beete im Winter leer sind, stehen Grünkohl und Rosenkohl aufrecht im Frost – und schmecken dann sogar am besten.

Warum Frost sie besser macht

Bei Kälte wandeln beide Kohlarten Stärke in Zucker um – ein natürlicher Frostschutz. Deshalb gilt: Erst nach den ersten Frostnächten ernten, dann verschwindet die Bitterkeit und das typisch süßlich-herzhafte Aroma entsteht. Moderne Sorten sind teils schon ohne Frost mild – der alte Grundsatz schadet aber nie.

Grünkohl

  • Pflanzung: Jungpflanzen im Juni/Juli setzen, 50 cm Abstand – er braucht die Zeit bis zum Winter
  • Standort: Sonnig, nährstoffreich, gern mit Kompost
  • Ernte: Ab November bis in den Februar – immer die unteren Blätter zuerst, das Herz wächst weiter
  • Dauerlieferant: Eine Pflanze kann den ganzen Winter über mehrfach beerntet werden

Rosenkohl

  • Geduldsprobe: Pflanzung im Mai/Juni, Ernte erst ab November – dafür steht er den ganzen Winter
  • Standort: Schwerer, fester Boden ist ideal; lockeren Boden vor der Pflanzung antreten
  • Röschen von unten nach oben ernten, sobald sie fest und walnussgroß sind
  • Tipp: Anfang September die Triebspitze ausbrechen – dann werden alle Röschen gleichmäßig groß

Verwerten

  • Grünkohl: Klassisch geschmort, als Ofen-Chips oder roh massiert im Salat; blanchiert lässt er sich hervorragend einfrieren
  • Rosenkohl: Halbiert und im Ofen geröstet überzeugt er auch Skeptiker; kurz blanchiert einfrierbar
  • Beide stehen frisch im Beet besser als jede Lagerung – ernten, wenn gekocht wird, der Garten ist der beste Vorratsschrank
Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.