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Rhabarber: der Frühlingsbote im Staudenbeet

2 Min. Lesezeit · Saison: Frühling · 30. Juli 2026

Rhabarber: der Frühlingsbote im Staudenbeet

Wenn sonst noch nichts wächst, schiebt Rhabarber schon seine Stangen aus dem Boden. Die pflegeleichte Staude liefert über Jahrzehnte – vorausgesetzt, man kennt ihre zwei Grundregeln: gut füttern und rechtzeitig aufhören zu ernten.

Pflanzen

  • Zeitpunkt: Herbst oder zeitiges Frühjahr
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, nährstoffreich und feucht – Rhabarber ist ein Starkzehrer
  • Platz einplanen: Eine ausgewachsene Staude braucht einen Quadratmeter
  • Sorten: Rotstielige (z. B. Holsteiner Blut) sind milder und feiner als grüne

Pflege

  • Füttern: Jedes Frühjahr eine dicke Schicht Kompost oder Mist – mehr Pflege braucht er kaum
  • Gießen bei Trockenheit, sonst werden die Stangen dünn und zäh
  • Blütenstände herausbrechen, sie kosten nur Kraft
  • Alle 8–10 Jahre teilen, wenn die Stangen dünner werden – die Teilstücke sind neue Pflanzen

Ernte

  • Von April bis zum 24. Juni („Johanni") – danach die Pflanze regenerieren lassen; außerdem steigt der Oxalsäuregehalt im Sommer
  • Stangen drehen, nicht schneiden: Am Ansatz greifen und mit leichter Drehung herausziehen – Schnittstellen faulen leichter
  • Nie alles nehmen: Immer mindestens ein Drittel der Stangen stehen lassen
  • Im Pflanzjahr gar nicht ernten, ab dem zweiten Jahr sparsam

Verwerten

  • Blätter nicht essen (viel Oxalsäure) – aber als Mulch oder im Kompost bestens aufgehoben
  • Klassiker: Kompott, Kuchen, Sirup – die Säure verlangt nach etwas Zucker oder süßem Obst (Erdbeer-Rhabarber!)
  • Eingekocht als Kompott oder Sirup hält die Frühlingsernte bis in den Winter; geschnittene Stücke lassen sich auch roh einfrieren

Quellen

Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.

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