Spargel im Garten: einmal pflanzen, 15 Jahre ernten
Spargel ist die Definition von Vorfreude im Garten: Die ersten zwei Jahre wird nicht geerntet – dafür liefert ein gut angelegtes Beet danach 10–15 Jahre lang jeden April und Mai frische Stangen.
Grünspargel oder Bleichspargel?
- Grünspargel ist die Garten-Empfehlung: kein Anhäufeln, kein Stechen, einfach über der Erde schneiden. Würziger im Geschmack, schneller in der Küche (nicht schälen!)
- Bleichspargel braucht aufwendige Erdwälle und Handarbeit – nur für Enthusiasten mit Platz
Pflanzung
- Zeitpunkt: März/April, einjährige Pflanzen („Klauen") aus der Gärtnerei
- Standort: Vollsonnig, tiefgründig, sandig-locker – Staunässe ist das Todesurteil
- So geht's: 30 cm tiefen Graben ausheben, Kompost einarbeiten, Klauen spinnenartig auf kleine Erdhügel setzen (Abstand 40 cm), erst 5 cm bedecken und den Graben übers Jahr nach und nach auffüllen
Die Geduldsregel
- Jahr 1 und 2: Nicht ernten! Die Pflanze baut ihr Wurzelwerk auf. Das Kraut wachsen lassen und erst im Spätherbst bodennah abschneiden
- Jahr 3: 2–4 Wochen ernten
- Ab Jahr 4: Volle Ernte – aber traditionell nur bis zum 24. Juni („Johanni"), danach braucht die Pflanze Erholung fürs nächste Jahr
Ernte
- Grünspargel schneiden, sobald die Stangen 20 cm hoch sind – in der Hochsaison heißt das: täglich nachsehen
- Frisch geernteter Spargel quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt
Küchen-Tipp
Spargel verliert ab der Ernte stündlich Aroma – der Vorsprung des eigenen Beets ist unschlagbar. Überschüsse lassen sich blanchiert einfrieren – auch Spargelsuppe lieber einfrieren als einkochen: Spargel ist säurearm, und im Haushalt sind nur 100 °C erreichbar; laut BfR sind für säurearme Lebensmittel 121 °C im Druckeinkocher nötig.
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus, Stand 12.11.2025, abgerufen am 05.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.