Echter Lorbeer im Kübel: pflegen, überwintern, ernten
Das Lorbeerblatt in Suppen, Eintöpfen und Sud stammt vom Echten Lorbeer (Laurus nobilis), einem immergrünen Baum aus dem Mittelmeerraum. Im Kübel lässt er sich gut halten und in Form schneiden.
Achtung: Kirschlorbeer ist etwas anderes
Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist ein häufiger Heckenstrauch mit ebenfalls glänzenden, ledrigen Blättern – trotz des Namens aber kein Lorbeer. Laut Giftzentrale Bonn sind alle Teile des Kirschlorbeers giftig, besonders Blätter und Samen; sie enthalten blausäureabspaltende (zyanogene) Glykoside.
Für die Küche deshalb nur Blätter von einer Pflanze verwenden, die als Echter Lorbeer gekauft wurde – beim Kauf auf den botanischen Namen Laurus nobilis auf dem Etikett achten. Ist die Herkunft einer Pflanze unklar, die Blätter nicht verwenden.
Standort und Pflege
- Sonnig bis halbschattig, im Sommer gern auf Terrasse oder Balkon
- Durchlässige Erde, Staunässe vermeiden; im Sommer regelmäßig gießen, im Winter sparsam
- Verträgt Schnitt gut – so bleibt er kompakt
Überwintern
- In den meisten Regionen Deutschlands nicht zuverlässig winterhart
- Hell und kühl, aber frostfrei überwintern, etwa im Treppenhaus, Wintergarten oder in einer frostfreien Garage mit Fenster
Ernte und Aufbewahrung
- Blätter können das ganze Jahr geerntet werden; ältere, gut ausgebildete Blätter haben mehr Aroma
- Zum Trocknen luftig und schattig auslegen, danach in einem dunklen, gut schließenden Glas aufbewahren
Quellen
- Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW / Giftzentrale Bonn: Kirschlorbeer, abgerufen am 05.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.