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Mädesüß – die duftende Wiesenkönigin

3 Min. Lesezeit · Saison: Sommer · 6. Oktober 2026

Mädesüß – die duftende Wiesenkönigin

Foto: Lee Raye, CC0

Bilder

Mädesüß, Blütenstand mit Knospen
Mädesüß, Blütenstand mit KnospenFoto: AnRo0002, CC0
Mädesüß, Blütenstand mit rötlichen Stielen
Mädesüß, Blütenstand mit rötlichen StielenFoto: AnRo0002, CC0
Mädesüß am Ufer
Mädesüß am UferFoto: AnRo0002, CC0

⚠️ Bevor du Mädesüß verwendest

  • Mädesüß enthält Salicylate. Nach der Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) soll es nicht verwendet werden, wenn du überempfindlich auf Salicylate reagierst.
  • Die EMA empfiehlt die Anwendung nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Wer bereits Salicylate oder andere entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnimmt, sollte Mädesüß nach EMA nur nach ärztlichem Rat verwenden.
  • Sammle nur, was du sicher bestimmen kannst, und nicht an Gräben neben gespritzten Feldern.

An Bachläufen, Gräben und auf feuchten Wiesen fällt Mädesüß im Hochsommer schon von Weitem auf: Laut LfL Bayern erheben sich die cremeweißen, bis zu 1,5 Meter hohen Blütenstände über die anderen Wiesenpflanzen – der französische Name „Reine des prés“ bedeutet „Königin der Wiese“.

Merkmale

Laut LfL Bayern:

  • Standort: Feuchte, nährstoffreiche Gewässerränder, Feucht- und Moorwiesen
  • Stängel: Aufrecht und rötlich überlaufen
  • Blätter: Unpaarig gefiedert; zwischen den größeren, gezähnten Teilblättern sitzen kleinere. Oberseite dunkelgrün, Unterseite oft weißfilzig
  • Blüte: Cremeweiß, von Juni bis August
  • Früchte: Spiralig gedreht
  • Je älter die Pflanze, desto „medizinischer“ werden Geruch und Geschmack

Giftiger Nachbar am Wasser: An fließenden Gewässern und in Riedgras wächst laut Giftzentrale Bonn der sehr giftige Wasserschierling (Cicuta virosa), ein Doldengewächs mit weißen Blüten in Dolden (Juli/August) und zwei- bis dreifach gefiederten Blättern. Prüfe deshalb immer alle Merkmale des Mädesüß zusammen – rötlicher Stängel, kleine Blättchen zwischen den großen, weißfilzige Blattunterseite – und sammle im Zweifel nicht.

Verwendung

  • Küche: Laut LfL eignen sich die jungen Blätter für Salate, die Blüten für Getränke, Süßspeisen und Gelees und als Dekoration; Blätter und Blüten auch frisch oder getrocknet als Tee. Der Name kommt laut LfL von „süße Mahd“ – Heu mit Mädesüß roch süßlich –, und früher wurden die Blüten auch zum Würzen von Bier und Met verwendet.
  • Volksheilkunde: Die EMA führt Mädesüß-Kraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung bei Erkältungen und zur Linderung leichter Gelenkbeschwerden. Diese Einstufung beruht laut EMA ausschließlich auf langjähriger Verwendung, nicht auf Wirksamkeitsstudien.

Quellen

Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.