Johannisbeerwein: rote & weiße Beeren aus dem eigenen Garten
Johannisbeerwein – Gartenbeere trifft Weinkultur
Wer Johannisbeersträucher im Garten hat, kann in guten Jahren mehrere Kilogramm Beeren ernten. Ein Teil davon wandert in Marmelade – der Rest ergibt einen wunderbaren Wein.
Unterschied rot & weiß
- Rote Johannisbeeren bringen intensive Farbe, kräftige Säure und einen leicht herben Geschmack. Der Wein erinnert an jungen Rotwein.
- Weiße Johannisbeeren sind milder und aromatischer, fast blumig. Der Wein wirkt eleganter und eignet sich gut als Weißwein-Ersatz.
Grundrezept (5 Liter)
Zutaten:
- 1,5 kg Johannisbeeren (rot oder weiß)
- 1,1 kg Zucker
- 4 l Wasser
- 1 Päckchen Universalweinhefe
- 1 TL Hefenährsalz
- 1 Campden-Tablette
- Pektinase (Pektin-Aufschlussenzym, optional – verbessert die Klärung)
Ablauf
- Beeren abrebeln – Stiele und Blätter entfernen. Beeren zerdrücken oder kurz mixen.
- Zuckerwasser herstellen – Wasser mit Zucker aufkochen, abkühlen lassen.
- Schwefeln – Campden und ggf. Pektinase zugeben, 12–24 h ruhen lassen.
- Hefe anstellen – nach der Wartezeit Hefe und Nährsalz zugeben.
- Hauptgärung – 5–7 Tage bei 18–22 °C, täglich rühren.
- Abziehen & Nachgären – in Glasballon umfüllen, 4–8 Wochen.
- Abfüllen – nach dem Klären in Flaschen füllen.
Säurekorrektur
Johannisbeeren sind sehr säurereich. Wenn der Wein zu sauer schmeckt:
- Calciumcarbonat (Kalk) einrühren – baut Säure chemisch ab.
- Alternativ: mit einem säureärmeren Wein verschneiden.
Lagerung
Johannisbeerwein reift gut nach. Nach 6 Monaten ist er deutlich harmonischer als frisch abgefüllt – nach einem Jahr oft ausgezeichnet.