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Gemüse fermentieren: Sauerkraut, Kimchi und mehr

2 Min. Lesezeit · Saison: Ganzjährig · 3. Juni 2026

Gemüse fermentieren: Sauerkraut, Kimchi und mehr

Beim Fermentieren wandeln Milchsäurebakterien den natürlichen Zucker im Gemüse in Milchsäure um. Das Gemüse wird dadurch haltbar und milchsauer, und es bleiben lebende Milchsäurebakterien im Glas – ganz ohne Hitze.

Sauerkraut – Grundrezept

  1. Weißkohl fein hobeln
  2. Mit 2 % Salz (bezogen auf das Kohlgewicht) vermengen
  3. Kräftig kneten bis ausreichend Flüssigkeit austritt
  4. Fest in ein sauberes Glas pressen – kein Luftkontakt
  5. Gären lassen: laut NCHFP bei 21–24 °C etwa 3–4 Wochen, bei 15–18 °C 5–6 Wochen; unter 15 °C gärt das Kraut womöglich nicht, über 24 °C wird es weich

Das Kraut muss immer vollständig von Flüssigkeit bedeckt sein. Bei Bedarf 2 % Salzwasser nachfüllen.

Kimchi

Ähnliches Prinzip mit Chinakohl, Rettich, Knoblauch, Ingwer und Gochugaru-Chili. Laut Oregon State University Extension fermentiert Kimchi bei Raumtemperatur in nur 1–2 Tagen; danach gehört es in den Kühlschrank, wo es langsam weiterreift. Am besten innerhalb einer Woche essen – danach lässt die Qualität nach.

Wichtige Grundregeln

  • Am besten nicht jodiertes Salz verwenden (der Jodgehalt bremst die Milchsäurebakterien nach heutigem Kenntnisstand kaum, aber Rieselhilfen können die Lake trüben)
  • Ausschließlich saubere Gläser und Hände
  • Schimmel bedeutet: wegwerfen, kein Risiko eingehen
  • Gärgase regelmäßig entweichen lassen

Quellen

  • National Center for Home Food Preservation (NCHFP), University of Georgia: Sauerkraut, abgerufen am 05.10.2026
  • National Center for Home Food Preservation (NCHFP), University of Georgia: Salts Used in Pickling, abgerufen am 05.10.2026
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Schimmelpilze in Lebensmitteln, Stand 11.03.2026, abgerufen am 05.10.2026
  • Oregon State University Extension Service: Kimchi basics, Stand 2024 (geprüft), abgerufen am 05.10.2026

Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.