Sauerkirschwein: intensiv, charaktervoll & tiefdunkelrot
Sauerkirschwein – ein Juwel unter den Fruchtweinen
Morellen und andere Sauerkirschsorten sind für ihre Säure berühmt – genau das macht sie zum perfekten Ausgangsmaterial für einen charaktervollen Fruchtwein. Der fertige Wein hat eine tiefdunkle Rubinfarbe und ein Aroma, das an Kirschlikör erinnert.
Zutaten für 5 Liter
- 2,5 kg Sauerkirschen (entsteint)
- 1,0–1,2 kg Zucker (je nach gewünschter Süße)
- 3,5 l Wasser
- 1 Päckchen Rotweinhefe oder Burgunderhefe
- 1 TL Hefenährsalz
- 1 Campden-Tablette
- Saft einer Zitrone
Vorbereitung
Kirschen waschen, entsteinen (wichtig: Kerne enthalten Blausäure-Verbindungen und sollten nicht mitgären). Kirschen leicht andrücken oder kurz mixen.
Tipp: Wer tiefgefrorene Sauerkirschen aus dem Supermarkt verwendet, spart sich das Entstienen – und bekommt dank des Gefrierens mehr Saft.
Gärung
- Kirschen, Zuckerwasser (abgekühlt), Campden und Zitronensaft in den Gäreimer.
- 24 Stunden abgedeckt ruhen lassen.
- Hefe anstellen, mit Nährsalz zugeben.
- Hauptgärung: 6–8 Tage bei 20–22 °C, täglich umrühren.
- Abziehen: Fruchtfleisch durch Sieb drücken, Saft in Glasballon umfüllen.
- Nachgärung: 6–8 Wochen bis zur Klärung.
Ausbau & Reife
Sauerkirschwein profitiert enorm von Lagerzeit. Frisch abgefüllt ist er noch rau und säurebetont – nach 6 Monaten hat er sich zu einem runden, harmonischen Wein entwickelt.
Süße nachsteuern: Nach der Gärung kann mit Zucker oder Kirschsaft nachgesüßt werden. Dabei immer schwefeln (Campden), um eine Nachgärung in der Flasche zu vermeiden.
Servierempfehlung
Leicht gekühlt (14–16 °C) als Dessertwein oder Digestif. Passt hervorragend zu dunkler Schokolade und Wildgerichten.