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Quitten im Garten: pflanzen, ernten und verarbeiten

2 Min. Lesezeit · Saison: Herbst · 5. Oktober 2026

Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört laut BZfE zu den Rosengewächsen und zum Kernobst, wie Apfel und Birne. Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Kaukasus. Der Strauch oder kleine Baum wird laut BZfE vier bis acht Meter hoch und blüht von Ende April bis Anfang Juni weiß bis rosa. Im Herbst duften die gelben Früchte intensiv und würzig.

Apfel- oder Birnenquitte?

  • Apfelquitten sind rundlich, haben laut BZfE härteres, trockeneres Fruchtfleisch mit vielen Steinzellen und ein kräftiges, herb-saures Aroma. Wegen ihres hohen Pektingehalts eignen sie sich besonders für Gelee und Marmelade
  • Birnenquitten sind länglich, weicher und saftiger, milder und süßer – gut für Kompott, Mus, Saft und Gebäck (BZfE)

Pflanzen und Pflegen

  • Standort: Sonnig und warm, gern windgeschützt; der Boden nicht zu kalkreich und nicht zu nass
  • Pflanzzeit: Wurzelnackte Bäume im Herbst oder zeitigen Frühjahr
  • Schnitt: Quitten brauchen wenig Schnitt. Abgestorbene, kreuzende und nach innen wachsende Äste entfernen, damit die Krone licht bleibt
  • Quitten sind selbstfruchtbar und tragen auch ohne zweiten Baum

Ernte

Die Haupterntezeit liegt laut BZfE im Oktober und November; die Früchte müssen vor dem ersten Frost hereingeholt werden. Reif sind sie, wenn sich die Schale von Grün nach Gelb färbt und sie stark duften.

Lagern

Laut BZfE mögen Quitten es kühl (null bis acht Grad), frostfrei und trocken – ein gut belüfteter Keller oder das Gemüsefach. Gesunde, unbeschädigte Früchte halten so etwa zwei bis drei Monate. Nicht neben anderem Obst lagern, weil sie ihren Duft übertragen. Bei zu langer Lagerung wird das Fruchtfleisch braun.

Verarbeiten

  • Flaum abreiben: Der pelzige Flaum auf der Schale muss laut BZfE vor der Verarbeitung abgerieben werden
  • Roh kaum genießbar: Die meisten Quitten sind auch reif hart und körnig und schmecken roh herb-pelzig. Ihr Aroma entfaltet sich erst beim Kochen, Dämpfen oder Backen (BZfE)
  • Klassiker: Gelee, Konfitüre, Mus, Saft und Quittenbrot; als Chutney zu Käse oder zu herzhaften Schmorgerichten
  • Kerne entfernen: Laut BZfE wird giftige Blausäure frei, wenn die Kerne gekaut oder zerdrückt werden. Beim Entsaften und Pürieren die Kerngehäuse deshalb vorher herausschneiden

Zum Einkochen von Gelee und Mus siehe die Artikel zum sicheren Einkochen.

Quellen

Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.