Kräuteröl und Kräuteressig selbst herstellen
Aromatische Kräuteröle und -essige konservieren die Aromen frischer Kräuter. Der Essig hält sich dabei monatelang – das Öl dagegen gehört in den Kühlschrank und wird spätestens am Tag nach der Herstellung verbraucht (BfR).
Kräuteröl – Grundrezept
- Frische Kräuter waschen und vollständig trocknen – Restfeuchte fördert Schimmel
- In eine saubere, trockene Flasche geben
- Mit gutem Olivenöl auffüllen – alle Kräuter müssen vollständig bedeckt sein
- Flasche verschließen, sofort in den Kühlschrank stellen und spätestens am Tag nach der Herstellung verbrauchen
Empfehlung: Rosmarin + angedrückter Knoblauch + Chili für Pasta und Brot.
⚠️ Wichtig: Frische Kräuter und Knoblauch unter Öl haben keinen Sauerstoff um sich – genau die Umgebung, in der Clostridium botulinum aktiv wird. Das BfR rät vom Einlegen und Lagern von Kräutern in Öl deshalb grundsätzlich ab. Wer es trotzdem macht: im Kühlschrank aufbewahren und spätestens am Tag nach der Herstellung verbrauchen – so das BfR für Kräuteröle, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden (BfR, „Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus“, Stand 12.11.2025). Wer Kräuteraroma auf Vorrat möchte, friert die Kräuter ein oder trocknet sie. Mit vollständig getrockneten Kräutern und ohne Knoblauch ist der Ansatz unkritischer. Details: „Sicher einkochen: Botulismus vermeiden“
Kräuteressig – Grundrezept
Heller Weinessig oder Apfelessig eignet sich als Basis. Estragon, Thymian oder Dill verleihen ein feines Aroma.
- Kräuter in eine saubere Flasche geben
- Mit Essig auffüllen, Kräuter müssen bedeckt sein
- 2–4 Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen
- Kräuter abseihen, Flasche beschriften
Haltbarkeit: bis zu einem Jahr kühl und dunkel gelagert.
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus, Stand 12.11.2025, abgerufen am 04.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.