Küchenkräuter im Beet: Dill, Koriander, Majoran, Estragon, Liebstöckel
Diese fünf Kräuter decken viele Küchen ab – vom Gurkensalat über Currys bis zur Kartoffelsuppe. Ihre Ansprüche sind ganz unterschiedlich.
Dill
- Einjährig, Direktsaat ab dem Frühjahr; lässt sich schlecht umpflanzen
- Alle paar Wochen nachsäen, dann gibt es den ganzen Sommer frisches Kraut
- Blätter laufend ernten; Doldenblüten und Samen werden gern beim Einlegen von Gurken verwendet
Koriander
- Einjährig, schießt bei Hitze und langen Tagen schnell in Blüte – deshalb früh im Jahr oder im Spätsommer säen und nachsäen
- Geerntet werden das frische Grün und später die reifen Samen, die als Gewürz ganz anders schmecken
Majoran
- Braucht Wärme und Sonne; wird meist einjährig gezogen, Aussaat nach den Frösten oder als Vorkultur auf der Fensterbank
- Kurz vor oder zu Beginn der Blüte ernten
- Typisch zu Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Wurst
Estragon
- Staude, kommt jedes Jahr wieder
- Für die Küche wird meist Französischer Estragon verwendet, der über Stecklinge oder Teilung vermehrt wird; der aus Samen gezogene Russische Estragon schmeckt deutlich milder
- Passt zu Ei, Fisch, Hähnchen und in Kräuteressig
Liebstöckel
- Große Staude, oft als „Maggikraut“ bekannt – eine Pflanze reicht für eine Familie
- Junge Blätter und Triebe sparsam verwenden, das Aroma ist kräftig
Frisch halten und haltbar machen
- Laut BZfE halten sich frische Kräuter in ein feuchtes Tuch oder einen Beutel gewickelt einige Tage im Gemüsefach
- Gehackt lassen sie sich laut BZfE in Eiswürfelformen einfrieren
- Für Kräuteröl gelten eigene Regeln – siehe den Artikel „Kräuteröl und Kräuteressig selbst herstellen“
Quellen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): How-to: Kräuter, Stand 31.03.2025, abgerufen am 05.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.