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Holzvorratsschuppen bauen: Brennholz richtig lagern

3 Min. Lesezeit · Saison: Ganzjährig · 25. Juni 2026

Holzvorratsschuppen bauen: Brennholz richtig lagern

Gut gelagertes Brennholz ist das A und O für ein effizientes Feuer. Holz, das falsch gelagert wird, nimmt Feuchtigkeit auf, brennt schlecht und produziert viel Ruß. Ein einfacher Holzunterstand löst das Problem – und lässt sich auch ohne Handwerkserfahrung bauen.

Warum richtige Lagerung so wichtig ist

Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von 40–60 %. Für den Ofen brauchst du unter 20 % (am besten 15 %). Dafür muss das Holz 1–2 Jahre trocknen – und das funktioniert nur, wenn:

  • Es von oben vor Regen geschützt ist
  • Luft von allen Seiten zirkulieren kann
  • Es nicht direkt auf dem Boden liegt

Planung

Faustformel für Größe: Ein Kubikmeter Raummaß (gestapeltes Holz) entspricht ca. 0,7 Festmeter. Für 5 Festmeter Vorrat brauchst du einen Stapelraum von ca. 7–8 m².

Standort:

  • Sonnig und windig – Südseite ideal für schnelle Trocknung
  • Nicht direkt an der Hauswand – Abstand von mindestens 30 cm (Feuchtigkeit, Ungeziefer)
  • Bodenbelag aus Schotter oder Pflastersteinen (kein nackter Boden)

Materialien

Für einen einfachen Unterstand (~3 m × 1,5 m):

  • 6 Holzpfosten 10 × 10 cm, 2,20 m lang
  • Querhölzer für Dach: 4 × Kantholz 8 × 8 cm
  • Dachplatten: Wellblech (am günstigsten) oder Dachpappe auf Holzplatten
  • Bodenschwellen: 2–3 Kanthölzer quer als Unterlage
  • Schrauben, Winkel, Balkenschuhe

Gesamtkosten: ca. 150–300 € je nach Größe und Material

Aufbau Schritt für Schritt

  1. Boden vorbereiten – Bereich abstechen, 15 cm tief ausheben, mit Schotter füllen und verdichten
  2. Bodenschwellen legen – 3 Kanthölzer quer in Längsrichtung auf den Schotter, damit Holz nicht direkt auf dem Boden liegt
  3. Pfosten aufstellen – Balkenschuhe in den Schotter verdübeln oder in Bodenhülsen einsetzen, Pfosten einsetzen und mit Wasserwaage ausrichten
  4. Dachrahmen bauen – Querbalken auf die Pfosten, hintere Pfosten 20–30 cm kürzer als vordere (Gefälle für Regenablauf)
  5. Dach aufbringen – Wellblech von unten nach oben verlegen, mit Schrauben befestigen, mind. 20 cm Dachüberstand
  6. Seitenteile – optional: Rückwand aus senkrecht stehenden Latten mit kleinen Lücken (Luftzirkulation bleibt erhalten)

Holz richtig stapeln

  • Holz quer zur Windrichtung stapeln – Luft muss durchziehen können
  • Wechselstapel alle 2 m – erhöht Stabilität
  • Die Schnittflächen zeigen nach außen – über das Hirnholz trocknet das Holz am schnellsten. In der obersten Lage die Rinde nach oben legen, damit Wasser abläuft
  • Maximal 1,20 m hoch stapeln, um Umkippen zu verhindern
  • Abdeckfolie auf den Stirnseiten im Herbst – verhindert Wiederbefeuchten

Trocknungszeit beschleunigen

  • Holz im März/April spalten und aufsetzen – nutzt den Sommer voll aus
  • Hartholz (Buche, Eiche, Esche) braucht 2 Jahre; Weichholz (Kiefer, Fichte) reicht 1 Jahr
  • Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät (ab 15 €) prüfen: unter 20 % = bereit zum Verheizen
Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.