Haselnuss im Garten: pflanzen, ernten, lagern
Die Haselnuss ist ein heimischer Strauch und blüht so früh, dass sie Bienen schon zum Jahresbeginn Pollen liefert. Im Herbst liefert sie Nüsse – sofern man den Eichhörnchen zuvorkommt.
Pflanzen
- Standort: Sonnig bis halbschattig, auf nicht zu trockenem Boden; als Hecke, Solitärstrauch oder Hochstamm
- Befruchtung: Haselnüsse sind meist auf Fremdbefruchtung angewiesen – zwei verschiedene Sorten in der Nähe sorgen für einen besseren Ertrag
- Sorten: Neben der Wildhasel gibt es Zuchtsorten mit größeren Nüssen, die Lambertsnuss etwa erkennt man an der langen Hülle
Pflege und Schnitt
Haselnüsse treiben viele Bodentriebe. Ältere Triebe regelmäßig bodennah herausschneiden hält den Strauch jung und ertragreich.
Ernte
Reife Nüsse fallen von selbst. Regelmäßig auflesen, bevor Tiere oder Feuchtigkeit sie verderben. Leere oder angebohrte Nüsse (Haselnussbohrer) aussortieren.
Lagern
Nüsse ausgebreitet an einem luftigen Ort nachtrocknen lassen. Getrocknet halten sie sich an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort mehrere Monate (BZfE, „Richtig lagern“ (Stand 20.02.2025)). Nüsse mit Schimmel nicht essen.
Gut zu wissen
Haselnüsse gehören zu den Schalenfrüchten und damit zu den 14 Hauptallergenen, die auf Lebensmitteln gekennzeichnet werden müssen (Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011, laut Bundeslandwirtschaftsministerium).
Quellen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Richtig lagern, Stand 20.02.2025, abgerufen am 05.10.2026
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Allergenkennzeichnung ist Pflicht, Stand 01.10.2025, abgerufen am 05.10.2026
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