Auberginen anbauen: Wärme, Geduld und der richtige Erntezeitpunkt
Auberginen gehören wie Tomaten und Paprika zu den Nachtschattengewächsen – und sie sind besonders wärmebedürftig. Wer ihnen einen sonnigen, geschützten Platz gibt, wird im Spätsommer mit glänzenden Früchten belohnt.
Anzucht und Pflanzung
- Vorkultur: Auberginen werden auf der Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus vorgezogen, weil die Saison im Freien sonst nicht reicht
- Auspflanzen: Erst wenn keine Fröste mehr drohen und die Nächte mild sind – Kälte bremst das Wachstum deutlich
- Standort: Gewächshaus, Folientunnel oder eine sonnige, windgeschützte Südwand; im Kübel auf dem Balkon geht es ebenfalls
Pflege
- Gießen: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
- Stützen: Die schweren Früchte ziehen die Triebe nach unten – ein Stab gibt Halt
- Nährstoffe: Auberginen sind Starkzehrer und danken einen gut mit Kompost versorgten Boden
Ernte
Reif ist die Aubergine, wenn die Schale glatt glänzt und auf sanften Fingerdruck leicht nachgibt. Frische Früchte haben weiße Kerne; braune Kerne deuten auf überreife Ware hin (BZfE).
Solanin: Reife Auberginen sind roh wie gekocht nicht giftig. Unreife Früchte können aber in grünlich gefärbten Stellen und am Stielansatz Solanin enthalten (BZfE, 30.05.2025). Deshalb grünliche Stellen und den Stielansatz großzügig wegschneiden. Auberginen reifen nach, dabei nimmt der Solaningehalt ab.
Lagern und Verwenden
Auberginen sind kälteempfindlich und gehören nicht in den Kühlschrank, sondern an einen kühlen Platz bei Zimmertemperatur (BZfE, „Richtig lagern“ (Stand 20.02.2025)). Sie schmecken gegrillt, geschmort, im Ofen oder als Püree.
Quellen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Alkaloide in Kartoffeln, Auberginen und Tomaten, Stand 30.05.2025, abgerufen am 05.10.2026
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Aubergine für die Sommerküche, Stand 26.07.2023, abgerufen am 05.10.2026
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Richtig lagern, Stand 20.02.2025, abgerufen am 05.10.2026
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