Sauerteig pflegen & lagern
Ein Sauerteig-Starter ist kein Haustier – aber ein bisschen Aufmerksamkeit braucht er schon. Die gute Nachricht: wer das Prinzip einmal verstanden hat, backt jahrelang ohne Probleme.
Regelmäßig füttern – wie oft?
Das hängt davon ab, wo dein Starter lebt:
| Lagerort | Fütterungsintervall |
|---|---|
| Zimmertemperatur (24 °C) | Täglich |
| Kühlschrank (4–6 °C) | 1× pro Woche |
| Vor dem Backen | 8–12 Stunden vorher auffrischen |
Die Kühlschrankroutine
- Starter aus dem Kühlschrank nehmen
- 50 g Starter behalten, Rest verbacken oder entsorgen
- 50 g Mehl + 50 g Wasser einrühren
- 1–2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann zurück in den Kühlschrank
Das regelmäßige Verwerfen klingt verschwenderisch – macht aber den Starter aktiver: Du verdünnst damit die angesammelte Säure und den verbrauchten Teig und gibst Hefen und Milchsäurebakterien frisches Futter.
Reaktivierung nach einer Pause
Wenn der Starter 2–4 Wochen nicht gefüttert wurde:
- Tag 1: Obere Schicht (wenn vorhanden) abgießen, 1 EL Starter + 50 g Mehl + 50 g Wasser
- Tag 2: Nochmals füttern – Aktivität sollte zunehmen
- Tag 3: Schwimmtest machen – wenn er schwimmt, ist er backfertig
Bei sehr langer Pause (Monate) einfach 3–5 Tage füttern wie beim ersten Anlegen.
Zeichen, dass er noch lebt
- Blasen nach dem Füttern → aktiv
- Angenehmer, säuerlicher Geruch → gut
- Volumenzunahme innerhalb von 4–8 Stunden → bereit zum Backen
Warnzeichen
- Pinker, oranger oder schwarzer Schimmel → sofort entsorgen, nicht riskieren
- Kein Lebenszeichen nach 5 Tagen Füttern → wahrscheinlich zu kalt oder falsches Mehl
Langzeitlagerung
Für den Urlaub oder längere Pausen: Starter dünn auf Backpapier streichen, trocknen lassen, zerkrümeln und in einem Glas kühl und trocken lagern. Hält Monate. Reaktivierung mit Wasser + frischem Mehl.
Anstellgut-Planer (in der Ernterei-App)