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🍞 Brot & Sauerteig

Sauerteig pflegen & lagern

2 Min. Lesezeit · Saison: Ganzjährig · 9. Juni 2026

Sauerteig pflegen & lagern

Ein Sauerteig-Starter ist kein Haustier – aber ein bisschen Aufmerksamkeit braucht er schon. Die gute Nachricht: wer das Prinzip einmal verstanden hat, backt jahrelang ohne Probleme.

Regelmäßig füttern – wie oft?

Das hängt davon ab, wo dein Starter lebt:

Lagerort Fütterungsintervall
Zimmertemperatur (24 °C) Täglich
Kühlschrank (4–6 °C) 1× pro Woche
Vor dem Backen 8–12 Stunden vorher auffrischen

Die Kühlschrankroutine

  1. Starter aus dem Kühlschrank nehmen
  2. 50 g Starter behalten, Rest verbacken oder entsorgen
  3. 50 g Mehl + 50 g Wasser einrühren
  4. 1–2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann zurück in den Kühlschrank

Das regelmäßige Verwerfen klingt verschwenderisch – macht aber den Starter aktiver: Du verdünnst damit die angesammelte Säure und den verbrauchten Teig und gibst Hefen und Milchsäurebakterien frisches Futter.

Reaktivierung nach einer Pause

Wenn der Starter 2–4 Wochen nicht gefüttert wurde:

  1. Tag 1: Obere Schicht (wenn vorhanden) abgießen, 1 EL Starter + 50 g Mehl + 50 g Wasser
  2. Tag 2: Nochmals füttern – Aktivität sollte zunehmen
  3. Tag 3: Schwimmtest machen – wenn er schwimmt, ist er backfertig

Bei sehr langer Pause (Monate) einfach 3–5 Tage füttern wie beim ersten Anlegen.

Zeichen, dass er noch lebt

  • Blasen nach dem Füttern → aktiv
  • Angenehmer, säuerlicher Geruch → gut
  • Volumenzunahme innerhalb von 4–8 Stunden → bereit zum Backen

Warnzeichen

  • Pinker, oranger oder schwarzer Schimmel → sofort entsorgen, nicht riskieren
  • Kein Lebenszeichen nach 5 Tagen Füttern → wahrscheinlich zu kalt oder falsches Mehl

Langzeitlagerung

Für den Urlaub oder längere Pausen: Starter dünn auf Backpapier streichen, trocknen lassen, zerkrümeln und in einem Glas kühl und trocken lagern. Hält Monate. Reaktivierung mit Wasser + frischem Mehl.

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