Pilze richtig sammeln: Regeln, Technik & Etikette
Pilze sammeln – so machst du es richtig
Das richtige Werkzeug
- Weidenkorb statt Plastiktüte – Sporen fallen durch und besäen den Waldboden
- Pilzmesser mit Bürste zum Säubern im Wald
- Bestimmungsbuch oder App (iNaturalist, VdPNW-App)
Abschneiden oder Drehen?
Beides schadet dem Myzel nicht.
- Abschneiden bei brüchigen Pilzen (Täublinge) – Champignons und andere Lamellenpilze dagegen vollständig ausgraben, sonst bleibt die Knolle mit häutiger Scheide im Boden, an der man den Knollenblätterpilz erkennt
- Herausdrehen bei Röhrlingen – zieht den ganzen Stiel mit
- Schnittrest mit Erde bedecken – schützt das Myzel
Wie viel darf ich sammeln?
Für den Eigenbedarf in geringen Mengen – eine Zahl in Kilogramm steht dazu in keinem Gesetz. Die oft genannten 1–2 kg pro Tag sind die Auslegung der Naturschutzbehörden, keine Rechtsnorm. Gewerbliches Sammeln braucht eine Genehmigung.
Ausführlich, samt geschützter Arten und Bußgeldern: „Pilze sammeln: Was in Deutschland erlaubt ist"
Verbotene Bereiche
- Naturschutzgebiete und Nationalparks: verboten oder stark eingeschränkt
- Privatgelände ohne Erlaubnis: verboten
Beste Sammelzeit
- Morgens früh, Tau noch frisch
- Nach Regen + Wärme = perfektes Pilzwetter
- August bis Oktober ist Hauptsaison
Waldknigge: Myzel und Waldboden schonen, nur nehmen was man verarbeiten kann.