Pilze richtig sammeln: Regeln, Technik & Etikette
Pilze sammeln – so machst du es richtig
Das richtige Werkzeug
- Weidenkorb statt Plastiktüte – Sporen fallen durch und besäen den Waldboden
- Pilzmesser mit Bürste zum Säubern im Wald
- Bestimmungsbuch – Pilz-Apps taugen laut BfR nur zur groben Orientierung und erkennen Pilze nicht zuverlässig; im Zweifel zur Pilzberatung
Abschneiden oder Drehen?
Beides schadet dem Myzel nicht.
- Abschneiden bei brüchigen Pilzen (Täublinge) – Champignons und andere Lamellenpilze dagegen vollständig ausgraben, sonst bleibt die Knolle mit häutiger Scheide im Boden, an der man den Knollenblätterpilz erkennt
- Herausdrehen bei Röhrlingen – zieht den ganzen Stiel mit
- Schnittrest mit Erde bedecken – schützt das Myzel
Wie viel darf ich sammeln?
Für den Eigenbedarf in geringen Mengen – eine Zahl in Kilogramm steht dazu in keinem Gesetz. Kilogramm-Angaben sind Auslegungen einzelner Behörden, keine Rechtsnorm – im Zweifel bei der Unteren Naturschutzbehörde nachfragen. Gewerbliches Sammeln braucht eine Genehmigung.
Ausführlich, samt geschützter Arten und Bußgeldern: „Pilze sammeln: Was in Deutschland erlaubt ist"
Verbotene Bereiche
- Naturschutzgebiete und Nationalparks: verboten oder stark eingeschränkt
- Privatgelände ohne Erlaubnis: verboten
Beste Sammelzeit
- Morgens früh, Tau noch frisch
- Nach Regen + Wärme = perfektes Pilzwetter
- August bis Oktober ist Hauptsaison
Waldknigge: Myzel und Waldboden schonen, nur nehmen was man verarbeiten kann.
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Pilze: Verwechslungen können tödlich enden, Stand 21.10.2024 (Presseinformation Nr. 31/2024), abgerufen am 05.10.2026
- Bundesnaturschutzgesetz: § 39, abgerufen am 05.10.2026
- Bundesnaturschutzgesetz: § 23 Naturschutzgebiete, abgerufen am 05.10.2026
- Bundesnaturschutzgesetz: § 69 Bußgeldvorschriften, abgerufen am 05.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.