Saisonkalender: Wann welche Pilze wachsen
Pilzkalender – das ganze Jahr durch den Wald
Frühling (März–Mai)
Morchel – April/Mai: Wabenartig gerunzelter Hut, nussiger Geschmack. In Auwäldern und Obstgärten. Achtung: Zur selben Zeit erscheint die giftige Frühjahrslorchel mit hirnartig gerunzeltem Hut – prüfe Hutform und Längsschnitt zusammen und lass im Zweifel stehen. Mairitterling – April/Mai: Weiß, Mehlgeruch, auf Kalkwiesen. Achtung: kann mit dem giftigen Riesenrötling verwechselt werden.
Sommer (Juni–August)
Pfifferling – Hochsaison ab Juli, in Fichten- und Buchenwäldern Parasol – Juli bis Oktober, an Waldrändern Maronenröhrling – Juli bis Oktober, sehr häufig in Nadelwäldern
Herbst (September–November) – HAUPTSAISON
Steinpilz – September/Oktober Peak Totentrompete – September bis November Semmelstoppelpilz – September bis November Hallimasch – Oktober/November: nur gut durchgegart essbar, roh oder zu kurz erhitzt löst er regelmäßig Magen-Darm-Beschwerden aus. Mindestens 15–20 Minuten durchgaren und das Kochwasser wegschütten. Am selben Holz wächst auch der tödlich giftige Gifthäubling (Galerina marginata) – prüfe mehrere Merkmale zusammen und iss nichts, was du nicht sicher zuordnen kannst. Austernseitling – Oktober bis Dezember
Winter (Dezember–Februar)
Samtfußrübling – November bis März, wächst auch unter Schnee. Auch hier steht der Gifthäubling am selben Holz – er trägt einen Ring am Stiel, der Samtfußrübling nie; prüfe mehrere Merkmale zusammen und lass im Zweifel stehen. Austernseitling – bis in den Februar Judasohren – ganzjährig, Peak im Winter
Ideales Pilzwetter
3–5 Tage Regen, dann warm und feucht. Bodentemperatur 10–18 °C optimal.
Nach dem ersten Herbstfrost sind Steinpilze oft besonders fest und aromatisch!