Die 10 häufigsten Speisepilze im Porträt
Die besten Speisepilze für Einsteiger
1. Steinpilz
Brauner Hut, Netzzeichnung am Stiel, weiß-gelbliche Röhren. Angenehmer Pilzgeruch. Fichten- und Kiefernwälder, August–Oktober. Häufigste Verwechslung ist der ungenießbare Gallenröhrling: bitter im Geschmack, mit dunklem Netz auf hellem Stiel und Röhren, die sich mit dem Alter rosa färben. Prüfe Stielzeichnung und Röhrenfarbe zusammen und lass im Zweifel stehen.
2. Pfifferling
Eigelbgelber, trichterförmiger Hut, Leisten statt Lamellen, fruchtig-aprikosenartig. Juni–Oktober. Der Falsche Pfifferling ist kräftiger orange gefärbt und hat echte, scharfkantige und mehrfach gegabelte Lamellen; der giftige Ölbaumtrichterling wächst in Büscheln an Holz und Wurzeln und hat ebenfalls echte Lamellen. Sieh dir Hutunterseite und Standort zusammen an und lass im Zweifel stehen.
3. Maronenröhrling
Kastanienbrauner Hut, blaut leicht beim Anschnitt. Häufiger Steinpilz-Ersatz in Nadelwäldern. Auch hier ist der bittere Gallenröhrling die häufigste Verwechslung – er blaut nicht und bekommt im Alter rosa Röhren.
4. Parasol
Sehr großer Hut (bis 30 cm), schuppig-braun, beweglicher Ring. An Waldrändern und Lichtungen. Achtung: Giftige Riesenschirmlinge röten im Schnitt oder am Stielgrund und stehen bevorzugt auf gedüngten Flächen, in Gärten und an Komposträndern; sehr junge, noch geschlossene Exemplare lassen sich außerdem mit Wulstlingen verwechseln. Nimm deshalb nur aufgeschirmte Pilze mit, prüfe mehrere Merkmale zusammen und lass im Zweifel stehen.
5. Champignon
Weißer Hut, rosa bis braune Lamellen, angenehmer Geruch. Auf Wiesen und Weiden.
Achtung – hier passiert die häufigste tödliche Pilzverwechslung: Junge Grüne Knollenblätterpilze haben ebenfalls einen weißen Hut und noch helle Lamellen. Ihr Stiel trägt einen Ring und steckt am Grund in einer Knolle mit häutiger Scheide, ihre Lamellen bleiben immer weiß. Champignon-Lamellen färben sich dagegen rosa bis schokoladenbraun, und eine Scheide hat er nie – grab den Stiel deshalb immer vollständig aus, statt ihn abzuschneiden. Läuft ein vermeintlicher Champignon am Stielgrund gelb an und riecht nach Tinte oder Karbol, ist es ein Karbol-Champignon: giftig, er verursacht Magen-Darm-Beschwerden.
6. Birkenpilz
Brauner Hut, schwarz-weißer Stiel. Immer bei Birken, Juli–Oktober.
7. Rotkappe
Orangerot, Fleisch läuft blaugrau an. Bei Espen und Pappeln.
8. Semmelstoppelpilz
Creme-gelb, Stacheln statt Lamellen. Es gibt nur wenige ähnliche Arten. September–November.
9. Totentrompete
Dunkelbraun bis schwarz, trichterförmig. Intensiv im Geschmack, hervorragend getrocknet.
10. Riesenbovist
Weißer Ball bis Fußballgröße. Schneide jeden Fund der Länge nach durch: Ein Bovist ist innen rein weiß und völlig gleichmäßig – zeichnet sich im Schnitt dagegen der Umriss eines Pilzes mit Hut, Lamellen und Stiel ab, ist es ein junger Wulstling, womöglich ein Grüner Knollenblätterpilz. Prüfe Form und Schnittbild zusammen und lass liegen, was du nicht sicher einordnen kannst.
Goldene Regel: Nur sammeln was du sicher kennst. Im Zweifel einen Pilzberater fragen!