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Gesundheit und häufige Krankheiten bei Hühnern

2 Min. Lesezeit · Saison: Ganzjährig · 15. Juni 2026

Gesundheit und häufige Krankheiten bei Hühnern

Gesundheit und häufige Krankheiten bei Hühnern

Gesunde Hühner sind aktiv, haben sauberes, glänzendes Gefieder und legen regelmäßig. Sobald ein Tier apathisch wirkt, weniger frisst oder sein Gefieder struppig ist, ist Handeln angesagt.

Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae)

Die häufigste Plage in Hühnerställen. Die Milben sind nachtaktiv, saugen Blut und machen Hühnern das Leben schwer.

Erkennen: Hühner kratzen sich viel, Gefieder wird schlechter, Eierleistung sinkt. Schau nachts mit Taschenlampe in die Fugen und Ritzen des Stalls – wenn sich rotes oder graues Krabbeln zeigt, hast du sie.

Bekämpfung:

  • Stall komplett ausleeren und heißen Dampf einsetzen (Hochdruckreiniger mit heißem Wasser)
  • Silikatpulver (Kieselgur) in alle Ritzen
  • Produkte wie Exzolt über das Trinkwasser (verschreibungspflichtig, Tierarzt nötig)
  • Staubbad-Material mit Holzasche oder Kieselgur erweitern

Wurmbefall

Spul- und Fadenwürmer sind häufig, besonders wenn Hühner Zugang zur Erde haben.

Erkennen: Gewichtsverlust trotz guter Fütterung, schleimiger Kot, fahle Kammfarbe. Kotprobe beim Tierarzt lässt es sicher bestimmen.

Behandlung: Entwurmung 1–2x jährlich prophylaktisch oder bei Befall. Mittel (z.B. Panacur oder Flubenol) sind verschreibungspflichtig und kommen vom Tierarzt. Frag dabei nach der Wartezeit für die Eier – sie ist je nach Präparat unterschiedlich und steht in der Packungsbeilage.

Schnupfen (Mykoplasmose, CRD)

Hühner husten, haben Nasenausfluss, rasseln beim Atmen. Durch Stress oder Zugluft begünstigt.

Behandlung: Tierarzt und verschreibungspflichtige Antibiotika – auch hier gilt die Wartezeit für die Eier. Zugluft im Stall abstellen. Kranke Tiere isolieren.

Federverlust / Federpicken

Federpicken entsteht durch Langeweile, Enge oder Proteinmangel.

Gegenmittel: Mehr Platz, Beschäftigung (hängende Kohlköpfe, Picksteine), Protein im Futter erhöhen.

Vorsorge

  • Staubbad immer zugänglich lassen – Hühner reinigen sich selbst
  • Stall sauber halten: Einstreu 1x wöchentlich erneuern, Kotbrett täglich abschaben
  • Neue Tiere 2 Wochen in Quarantäne bevor sie zur Herde
  • Tierarzt mit Geflügelerfahrung in der Nähe kennen – nicht alle können Hühner behandeln

Faustregel: Wer seinen Hühnern täglich 2 Minuten aufmerksam zuschaut, erkennt Probleme bevor sie groß werden.

Dieser Artikel stammt aus der Ernterei-App. Dem Tagebuch für alle, die selber machen: Garten, Ernte, Vorrat, Rezepte und über 140 Wissensartikel – kostenlos für iPhone und Android.