Gerste: anbauen und verwenden – von Graupen bis Brot
Gerste wird seit Jahrtausenden angebaut. Heute landet der größte Teil im Futtertrog oder in der Mälzerei – in der Küche ist sie als Graupen, Flocken und Mehl aber eine Bereicherung.
Gerste im Garten
- Sommer- und Wintergerste: Wintergerste wird im Herbst gesät, Sommergerste im Frühjahr
- Im Hausgarten ist Gerste eher ein Schaubeet als eine Vorratskultur: Für nennenswerte Mengen braucht es Fläche, und das Dreschen und Entspelzen ist ohne Gerät mühsam
- Ernte: Wenn die Ähren goldgelb sind, sich nach unten neigen und die Körner hart sind
In der Küche
- Graupen: Geschälte und geschliffene Gerstenkörner – in Suppen, Eintöpfen oder als „Risotto“
- Flocken: Im Müsli oder als Bindung
- Malz: Gekeimte und getrocknete Gerste ist die Grundlage für Bier und Malzextrakt
Gerste im Brot
Gerstenmehl bildet kaum ein tragfähiges Klebergerüst. Ein Brot nur aus Gerste bleibt flach und kompakt; deshalb wird Gerstenmehl mit Weizen- oder Roggenmehl gemischt. Es gibt dem Brot einen leicht süßlich-nussigen Geschmack.
Gut zu wissen
Gerste enthält Gluten. Bei Zöliakie gehört sie – ebenso wie Weizen, Dinkel und Roggen – nicht auf den Speiseplan; tabu sind laut Deutscher Zöliakie-Gesellschaft auch Bier und Malzbier.
Lagern
Gerstenmehl, Graupen und Flocken lagern wie anderes Mehl trocken bei Zimmertemperatur (BZfE, „Richtig lagern“ (Stand 20.02.2025)).
Quellen
- Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG): Welche Lebensmittel enthalten Gluten?, abgerufen am 05.10.2026
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Richtig lagern, Stand 20.02.2025, abgerufen am 05.10.2026
Die Quellen belegen einzelne Angaben dieses Artikels. Die genannten Stellen haben den Artikel weder geprüft noch empfohlen.