Die App für Sauerteig-Bäcker, die nie wieder vergessen wollen zu füttern
Ich backe mein Brot selbst, mit einem Anstellgut, das seit Jahren im Kühlschrank steht. Zwei Dinge gehen mir dabei immer wieder schief: Ich vergesse das Füttern, und ich verrechne mich beim Zeitplan. Genau für diese zwei Dinge habe ich in Ernterei etwas eingebaut – erst für mich selbst, dann für alle anderen.
Anstellgut stirbt selten an schlechter Pflege
Es stirbt daran, dass man nicht mehr an es denkt. Ein Sauerteig verzeiht den einen Tag, an dem man zu spät dran ist. Was ihm zusetzt, ist die Woche, in der das Glas hinten im Kühlschrank hinter der Milch steht und niemand es herausholt. Dazwischen liegt Besuch, eine Dienstreise, eine Grippe – und wenn man das Glas wiederfindet, steht die Flüssigkeit obenauf und man ist sich nicht mehr sicher, ob man noch mit ihm arbeiten will.
Gegen dieses Vergessen hilft kein guter Vorsatz. Was hilft, ist eine Erinnerung, die sich zur richtigen Zeit von selbst meldet. In Ernterei legst du dir eine an, und das Telefon sagt Bescheid, wenn dein Anstellgut dran ist. Mehr braucht es nicht – aber weniger reicht eben auch nicht.
Der zweite Fehler passiert abends um zehn
Du willst, dass das Brot am Sonntagvormittag aus dem Ofen kommt. Also rechnest du rückwärts: Backzeit, Ofen vorheizen, Kaltgare über Nacht, Stockgare, Teig ansetzen, davor noch das Anstellgut auffrischen. Sechs, sieben Zwischenschritte, jeder mit eigener Dauer, und die Rechnung läuft mitten durch die Nacht.
Ich habe mich dabei oft genug vertan. Einmal um eine Stunde, einmal um deutlich mehr – und dann steht man morgens vor einem Teig, der noch lange nicht so weit ist, oder man muss um halb fünf aufstehen, weil man sich beim Ansetzen verschätzt hat. Rückwärtsrechnen ist im Kopf einfach fehleranfällig, besonders spätabends, wenn man eigentlich schon müde ist.
Der Backbegleiter rechnet für dich rückwärts
Der Backbegleiter dreht die Rechnung um. Du sagst ihm nicht, wann du anfängst, sondern wann das Brot fertig sein soll – Sonntag, elf Uhr. Er geht deine Schritte rückwärts durch und sagt dir, wann du beginnen musst, damit das hinkommt.
Und dann bleibt er dabei: Zu jedem Schritt meldet er sich zur passenden Zeit. Anstellgut auffrischen. Teig ansetzen. Dehnen und falten. In den Kühlschrank. Ofen an. Du musst dir keine Wecker stellen und keine Zettel schreiben, sondern nur tun, was gerade dran ist. Wenn sich etwas verschiebt, verschiebt sich der Plan mit.
Der Backbegleiter gehört zu Ernterei Pro.
Was sonst noch mitläuft
- Backtagebuch mit Fotos: Jeder Laib mit Datum und Bild. Nach ein paar Monaten siehst du auf einen Blick, welche Führung dir welches Ergebnis gebracht hat – und musst dich nicht auf dein Gedächtnis verlassen.
- Rezepte an einem Ort: Eigene Rezepte eintippen oder ein Rezept aus einem Buch oder von einem Zettel abfotografieren, statt es abzutippen.
- Erinnerungen: Nicht nur fürs Füttern – für alles, was in deinem Küchenjahr zur richtigen Zeit passieren muss.
- Vorratskammer: Mehl, Körner, eingemachte Vorräte mit Lagerort und Warnung, wenn etwas bald abläuft.
- Über 140 Wissensartikel: Zum Nachlesen, wenn dich unterwegs eine Frage packt.
- Community, wenn du magst: Sehen, was andere gerade backen und ernten. Lässt sich komplett abschalten, wenn du deine Ruhe willst.
Mein Anstellgut
Ich lebe im Leinebergland bei Göttingen, am Fuße der Burg Plesse. Neben den Bienen und dem Garten gehört das Brot seit Jahren zum Wochenrhythmus. Mein Anstellgut ist nichts Besonderes – Roggen, Wasser, ein Schraubglas – und trotzdem hänge ich daran, weil es eben mein Teig ist und ich weiß, wie er sich anfühlt, wenn er so weit ist.
Was daraus wird, ist meistens ein Roggenbrot. Das Rezept dazu findest du hier: Roggenbrot mit Sauerteig. In der App liegt es genauso – mit dem Backbegleiter davor, damit ich nicht wieder um halb fünf aufstehen muss.
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