Die App für alle, die einkochen und ihren Vorrat kennen wollen

Ernterei ist ein Tagebuch und eine Vorratskammer in einem – für alle, die im Sommer Gläser füllen und im Winter davon leben wollen. Ich habe die App gebaut, weil ich selbst zu oft vor meinem Regal stand und nicht mehr wusste, was da eigentlich steht und wie alt es ist.

Das Problem steht im Keller

Einkochen ist der schöne Teil. Man hat einen Nachmittag lang Rhabarber geschnippelt, die Küche riecht gut, abends stehen zwölf Gläser auf dem Tisch und machen beim Abkühlen leise „plopp“. Was danach kommt, ist der Teil, den niemand plant: Die Gläser wandern in den Keller, und dort verschwinden sie.

Bei mir sah das jahrelang so aus. Im Frühjahr, wenn ich hinten im Regal Platz gemacht habe, kamen Gläser zum Vorschein, die schon vom vorletzten Jahr waren – Zwetschgenmus mit einem Deckel, auf dem gar nichts stand. Und im Herbst habe ich dann wieder eingekocht, was noch reichlich da war, während anderes seit zwei Jahren fehlte. Es ist ärgerlich, wenn Arbeit und Ernte einfach im Dunkeln alt werden.

Was die App dagegen macht

Ernterei hat eine Vorratskammer. Jedes Glas, jede Flasche, jedes Päckchen bekommt dort einen Eintrag – mit Menge und Einheit, mit Datum und mit dem Ort, an dem es tatsächlich liegt. „Keller, unteres Regal“ ist eine banale Angabe, aber sie ist der Unterschied zwischen Suchen und Finden.

Beim Einkochen selbst hilft dir keine App. Wie sauber gearbeitet wird, worauf es bei welchem Einkochgut ankommt und warum säurearmes Gemüse anders behandelt gehört als Marmelade – das steht ausführlich im Artikel Sicher einkochen und Botulismus vermeiden, einem von über 140 Wissensartikeln in der App. Lies ihn einmal in Ruhe, bevor die Saison losgeht.

Was bei mir im Regal steht

Ich sammle, gärtnere und imkere im Leinebergland, am Fuße der Burg Plesse. Was hier wächst, landet zu einem guten Teil in Gläsern. Im Frühsommer Marmelade – Erdbeere, Rhabarber, später Zwetschge. Dann eingelegtes Gemüse: Gurken, Bohnen, rote Bete, das meiste davon aus dem eigenen Beet. Und Sirup, vor allem Holunderblüte, weil zwei Wochen im Juni über den ganzen Winter reichen müssen.

Dazu kommt der Honig von meinen Völkern, der ebenfalls in der Vorratskammer steht. Ich sehe heute mit einem Blick aufs Handy, ob ich noch Sirup habe, bevor ich im Juni auf die Wiese gehe. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Aber genau diese Kleinigkeit hat mir das doppelte Einkochen abgewöhnt.

Mehr als nur Vorrat

Die Vorratskammer ist ein Teil der App, nicht die ganze. Dabei sind außerdem ein Tagebuch mit Fotos und Datum, GPS-Fundstellen auf einer Karte für die Stellen, an denen du sammelst, Erinnerungen für alles, was zu einem Zeitpunkt passieren muss, ein Backbegleiter, der dir vom gewünschten Zeitpunkt rückwärts durch den Sauerteig hilft, ein Arten-Album und eine Community, die du abschalten kannst, wenn du sie nicht willst.

Du musst nichts davon nutzen. Wenn du nur wissen willst, was in deinem Keller steht, reicht die Vorratskammer allein.

Jetzt starten

Ernterei ist kostenlos erhältlich – mit 30 Tagen Ernterei Pro gratis zum Start. Danach nutzt du die Basisfunktionen weiter kostenlos oder holst dir Pro für 1,99 €/Monat bzw. 14,99 €/Jahr.

← Zurück zur Startseite